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Die Kalkablagerung in der Schulter, bekannt als Kalkschulter oder Tendinosis calcarea, ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Es sind vor allem Menschen zwischen 30 und 50 Jahren betroffen, wobei Frauen etwas häufiger leiden. Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, doch verschiedene Faktoren wie Durchblutungsstörungen, genetische Veranlagung und Überbeanspruchung spielen eine Rolle. Behandlungen reichen von Physiotherapie über Schmerzmittel bis hin zu chirurgischen Eingriffen, je nach Schwere der Symptome.
Ursachen und Entstehung der Kalkschulter
Eine Kalkschulter entsteht in der Regel durch die Ablagerung von Kalzium in den Sehnen der Rotatorenmanschette, insbesondere in der Supraspinatussehne. Die genauen Ursachen sind unklar, jedoch vermutet man:
- Minderdurchblutung der Sehnen
- Stoffwechselstörungen, wie Diabetes
- Genetische Veranlagung
- Überbeanspruchung durch Überkopfarbeiten
Die Krankheit entwickelt sich schrittweise in drei Phasen: zuerst bildet sich Knorpelgewebe, dann lagern sich Kalziumkristalle im Gewebe ab, und zuletzt kommt es zu einer Resorption der Ablagerungen.
Symptome einer Kalkschulter
Die Symptome einer Kalkschulter können variieren, meist treten sie jedoch plötzlich auf:
- Akute Schulterschmerzen, häufig ohne ersichtlichen Grund
- Schwierigkeiten bei Bewegungen, besonders bei Überkopfbewegungen
- Strahlende Schmerzen in den Oberarm oder Handgelenk
Die Rücken- und Nackenmuskulatur kann durch Schonhaltungen zusätzlich belastet werden, was die Beschwerden verstärken kann.
Diagnosemethoden und Behandlungsansätze
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus körperlicher Untersuchung und Röntgenaufnahmen. Bei Bedarf können auch MRT oder CT zum Einsatz kommen. Die Behandlung ist meist konservativ:
- Einsatz von Schmerzmitteln, wie Ibuprofen oder Diclofenac
- Physiotherapie zur Verbesserung der Beweglichkeit
- Injektionen mit Kortison bei akuten Entzündungen
Wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, können interventionelle Therapien wie die extrakorporale Stoßwellentherapie oder sogar ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden.
Vorbeugendes Verhalten und Lebensstil
Eine gesunde Lebensweise kann das Risiko einer Kalkschulter reduzieren:
- Regelmäßige Bewegung und gezielte Muskelübungen für die Schultern
- Vermeidung von Überkopfarbeiten, wenn möglich
- Eine ausgewogene Ernährung zur Vermeidung von Entzündungen
Gelegentliche Dehnübungen für die Brust-, Rücken- und Nackenmuskulatur können ebenfalls sinnvoll sein.
Wichtige Informationen zur Prognose
In den meisten Fällen verbessern sich die Symptome innerhalb von sechs Monaten erheblich, meist ohne chirurgischen Eingriff. Frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.



