Nicht nur Fieber oder Müdigkeit, diese Anzeichen verraten Pfeiffersches Drüsenfieber

erfahren sie mehr über die symptome des pfeifferschen drüsenfiebers, die über fieber und müdigkeit hinausgehen. diese anzeichen helfen bei der frühzeitigen erkennung.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber kann plötzlich Ihren Alltag auf den Kopf stellen – mit mehr als nur Fieber und Müdigkeit. Wenn Sie diese Anzeichen frühzeitig erkennen, können Sie besser auf Ihre Gesundheit achten und den Verlauf der Erkrankung gezielt beeinflussen. Entdecken Sie jetzt die wenig bekannten Symptome, die oft übersehen werden, aber entscheidend sind.

Pfeiffersches Drüsenfieber: Was verbirgt sich hinter der Infektion?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber, medizinisch als infektiöse Mononukleose bekannt, wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) ausgelöst. Dieses Virus gehört zur Herpesfamilie und ist hoch ansteckend. Die Infektion erfolgt meist über Speichel, weshalb sie im Volksmund auch „Kusskrankheit“ heißt. Besonders junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren sind häufig betroffen, doch auch Kinder und Erwachsene können sich infizieren. Ein besonderes Problem: Das Virus verbleibt lebenslang im Körper und kann bei geschwächtem Immunsystem jederzeit reaktiviert werden.

Die erste Phase: Unspezifische Anzeichen erkennen

Die Inkubationszeit variiert stark: Bei Kindern beträgt sie etwa 10 Tage, bei Jugendlichen und Erwachsenen oft zwischen 30 und 50 Tagen. Die ersten Symptome ähneln einer starken Grippe und sind somit leicht zu übersehen:

  • Müdigkeit und Erschöpfung ohne erkennbare Ursache
  • Gliederschmerzen und Kopfweh
  • Halsschmerzen, oft begleitet von Schluckbeschwerden
  • Leicht erhöhtes Fieber, meist um 38 bis 39 Grad Celsius
  • Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein

Diese Symptome können sich langsam steigern und werden oft fälschlicherweise als normale Erkältung abgetan. In der typischen zweiten Krankheitswoche treten dann weitere, charakteristische Anzeichen auf.

Anzeichen, die nicht jeder kennt – warum sie so wichtig sind

Während Fieber, Müdigkeit und Halsschmerzen die bekanntesten Symptome sind, gibt es mehrere weniger offensichtliche Anzeichen, die sehr aussagekräftig sind:

  • Geschwollene Lymphknoten am Hals, Nacken, unter den Achseln oder im Bauchbereich. Manchmal sind sie so groß wie Hühnereier.
  • Die Mandeln sind oft stark entzündet mit einem schmutzig-grauen Belag, was die sogenannte Monozyten-Angina charakterisiert.
  • Mundgeruch, der aus der Mandelentzündung entsteht, ist ein Alarmzeichen, das häufig ignoriert wird.
  • Gelegentliche Symptome wie Lichtscheu oder Atemnot können hinzukommen und sollten ernst genommen werden.

Außerdem zeigt sich die Erkrankung bei Kindern oft milder. Bei ihnen fehlen manche dieser stärkeren Symptome, was die Diagnose erschwert.

Welche Folgen hat die Virusinfektion im Körper?

Das Virus befällt nicht nur die Mandeln, sondern kann auch die Leber und Milz angreifen, die durch ihre Schwellung Beschwerden wie Übelkeit und Bauchschmerzen verursachen. Bemerkenswert sind auch psychische Begleiterscheinungen:

  • Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen
  • Orientierungsstörungen und Konzentrationsprobleme
  • Gelegentlich tritt ein Hautausschlag oder juckende Quaddeln auf.

Diese Symptome zeigen, wie komplex die Erkrankung sein kann, insbesondere wenn sie nicht frühzeitig erkannt wird.

Chronischer Verlauf und mögliche Spätfolgen – darauf sollten Sie achten

In den meisten Fällen ist die Krankheit nach etwa drei Wochen abgeklungen. Dennoch erholen sich manche Betroffene über mehrere Monate nicht vollständig. In seltenen Fällen entwickelt sich sogar ein chronischer Verlauf mit anhaltenden Beschwerden wie:

  • Dauerhaftes Fieber und Müdigkeit
  • Erschöpfung und Leistungsabfall
  • Depressive Verstimmungen und soziale Rückzugstendenzen
  • Anhaltende Schwellungen der Lymphknoten

Patienten mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet. Für sie kann das Virus ernsthafte Organschäden verursachen und das Risiko für andere Krankheiten wie Multiple Sklerose erhöhen.

Wichtige Verhaltensregeln während und nach der Erkrankung

Eine erfolgreiche Genesung erfordert Geduld und gezielte Maßnahmen. Unsere Expertentipps für Sie:

  • Bettruhe während der akuten Phase und Vermeidung von Belastung
  • Viel Flüssigkeit und leichte, nahrhafte Kost
  • Verzicht auf Sport mindestens 4 bis 6 Wochen nach Abklingen der Symptome
  • Vermeidung von Kontaktsportarten, um das Risiko eines Milzrisses durch geschwollene Organe zu minimieren
  • Stressreduktion durch Entspannungsübungen und gesunde Ernährung zur Stärkung des Immunsystems

Diese Schritte sind nicht nur wichtig, um die Symptome abzumildern, sondern um Langzeitfolgen zu vermeiden.

Welche Behandlungsoptionen gibt es aktuell gegen Pfeiffersches Drüsenfieber?

Leider existiert bis heute (2026) kein Medikament, das das Epstein-Barr-Virus vollständig eliminiert. Die Therapie zielt vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern:

  • Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen gegen Fieber und Schmerzen
  • Hausmittel wie kalte Quarkwickel bei Halsschmerzen, die effektiv und sanft die Entzündung lindern
  • Keine Aketylsalicylsäure (ASS), um das Milzrisiko nicht zu erhöhen
  • Antibiotika nur bei bakterieller Superinfektion, dabei sind Ampicillin und Amoxicillin zu vermeiden, um Hautreaktionen zu verhindern
  • In schweren Fällen Kortison zur Abschwellung der Mandeln

Ein innovativer Tipp, der bisher wenig bekannt ist: Wadenwickel mit kaltem Wasser können das Fieber schnell senken und lindern das Unwohlsein ganz natürlich.

Mise en garde : Achten Sie darauf, Überanstrengung und zu frühzeitige sportliche Betätigung zu vermeiden, um eine Milzruptur zu verhindern. Auch bei anhaltender Müdigkeit sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Prävention und Alltagstipps: So schützen Sie sich vor einer EBV-Infektion

Da es noch keinen Impfstoff gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber gibt, ist die Vermeidung der Ansteckung das beste Mittel. Folgende Maßnahmen helfen Ihnen im Alltag:

  • Meiden Sie engen Speichelkontakt mit Infizierten – also kein Küssen oder gemeinsame Nutzung von Trinkgläsern und Besteck
  • Regelmäßiges Händewaschen und gutes Hygieneverhalten
  • Stärkung des Immunsystems durch ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf
  • Stressmanagement durch Entspannungstechniken für einen stabilen Immunschutz

Nehmen Sie Ihre Symptome ernst und suchen Sie frühzeitig medizinische Hilfe, wenn Sie typische Anzeichen bemerken.

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